Einbaurichtlinien Profil T, I, II und III
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Einbaurichtlinien BG Schlitzrinnen Profil T, I, II und III

Allgemeine Hinweise:


Die nachstehenden Einbaurichtlinien und Einbaubeispiele sind für Standardanwendungen vorgesehen. Die Belastungsklasse und die Einbaustelle sind den örtlichen Gegebenheiten von planender Seite anzupassen. Die in Fachkreisen allgemein bekannten technischen Regelwerke und Richtlinien im sind zu berücksichtigen.

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Maßgebende Regelwerke sind:
EN 1433 - Entwässerungsrinnen für Verkehrsflächen

Die EN 1433 enthält eine Ausnahmeregelung für die Schlitzweiten von Schlitzrinnen die in Verkehrsflächen eingebaut werden, auf denen kein Fahrradverkehr erlaubt ist. Auf Flächen mit Fahrradverkehr dürfen Schlitzrinnen mit einer Schlitzweite gleich 30 mm nur so eingebaut werden, dass die Längsachse der Schlitze quer zur Fahrtrichtung oder im Maximum +/- 45° zu liegen kommt.


Unterbau:
  1. Das Versetzen der BG-Schlitzrinnen erfolgt je nach Beschaffenheit des Unterbaus und der Belastungsklasse wie folgt:

    Kl. D 400 kN, Typ I - kein lastabtragendes Fundament erforderlich. Die Verlegung erfolgt auf eine mechanisch verdichtete Tragschicht (=Frostschutzschicht) sowie einer Sauberkeits- bzw. Ausgleichsschicht aus Beton.

    Kl. F 900 kN, Typ M - statisch berechnetes Stahlbetonfundament nach Angabe des Projektanten erforderlich. Bei der Verlegung auf das Stahlbeton-fundament ist die Verbindung zwischen Rinne und Fundament mit einem geeigneten raumbeständigen Montage- oder Vergussmörtel herzustellen, mind. 2 cm Stärke, Qualität mind. C 25/30. Bei Verwendung eines Vergussmörtels sind die Schlitzrinnen auf entsprechende Abstandhalter zu setzen und auszurichten. Beim Hinterfüllen der Rinne ist auf eine gleichmäßige Einbringung und eine vollflächige Auflage der Rinne zu achten (einseitiges Hinterfüllen vermeiden).

  2. Verhebewerkzeug:

  3. Stahlbeton-Schlitzrinnen sind mit geeigneten Versetzwerkzeugen abzuladen bzw. zu versetzen, die ein gleichmäßiges und feines Heben und Senken gestatten (z.B. Autokran, entsprechende Bagger). Es ist darauf zu achten, dass die Bauteile zentrisch angehängt werden. Versetzwerkzeug bei BG leihweise erhältlich.

  4. Zuerst wird der Unterteil des Versetzwerkzeuges im Rinnenschlitz versenkt - durch eine 90° Drehung wird dieser im Schlitz verdrehsicher eingerichtet. Nun kann das Hebegerät vom Kran oder Bagger beim Versetzwerkzeug eingehakt und die Rinne einfach und sicher versetzt werden.

    Stoßfugen und Abdichtung:


  5. Achten Sie darauf, dass die erste Rinne im Strang exakt positioniert wird. Auf eine exakte Flucht der Oberflächen ist beim Versetzen zu achten.

  6. Vor dem Zusammenführen der Elemente ist die Muffe zu säubern und der Dichtring auf das Spitzende aufzubringen. Das mitgelieferte Gleitmittel wird gleichmäßig auf den Dichtring und auf die Dichtfläche der Muffe aufgetragen.

  7. Im Anschluss ist die am Versetzwerkzeug hängende Schlitzrinne an die bereits verlegte Rinne heranzuführen, bis der Dichtring gleichmäßig erfasst wird und die Teile fix zusammengeschoben werden können. Die Breite der Stoßfuge muss dauerhaft mind. 5 mm bis max. 15 mm betragen. Für ein einheitliches Fugenbild empfehlen wir zum Beispiel das Einlegen von Holzlatten in der Stärke von ca. 10 mm.

  8. Belagsoberflächen und Dehnfugen:

  9. Der Anschluss des Fahrbahnbelages (Asphalt, Beton, …) muss nach den planerischen Vorgaben erfolgen. Bei Anschluss von Betonflächen sind entlang der Rinne ausreichend dimensionierte Dilatationsfugen (Dehnungsfugen) auszuführen, damit keine temperaturbedingten Dehnungskräfte seitlich auf die Rinne wirken können. Entlang der Längsfuge zwischen Rinne und Betondecke ist über die gesamte Rinnenhöhe eine durchgehende, geeignete Polystyrolplatte oder eine bituminöse Weichfaserplatte einzubauen. Diese Platten müssen die Dehnungskräfte der Betondecke aufnehmen können und dürfen die Horizontalkräfte der Betondecke nicht auf die Rinne übertragen bzw. ableiten.

    WICHTIG!
    Durch den Verarbeiter muss sichergestellt werden, dass es zu keiner starren Verbindung zwischen dem angrenzenden Fahrbahnbelag (Unterbau, Tragschicht, Decke) und der Rinne kommt.

  10. Alle angrenzenden Deckschichten müssen dauerhaft im Minimum am gleichen Niveau zur Rinnenoberfläche verlaufen um mechanische Beschädigungen zu vermeiden (z.B. Schnee-räumung) und um einen ordnungsgemäßen Wasserabfluss zu gewährleisten.

  11. Nach Fertigstellung der angrenzenden Flächen sind die Längs- und Querfugen der Rinnen mit einer dauer-elastischen Dichtungsmasse zu verfüllen. Es ist darauf zu achten, dass die Querfugen zwischen den einzelnen Rinnenkörpern dauerhaft so ausgebildet sein müssen, dass geringfügige temperaturbedingte Längsbewegungen der Schlitzrinnen aufgenommen werden können. Zur Vermeidung von Abplatzungen dürfen die Schlitzrinnen während der Bauphase nicht befahren werden. Beim Anarbeiten mit Maschinen und Fahrzeugen ist darauf zu achten, dass die Rinnen nicht beschädigt werden.

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