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Einbau- und Wartungsrichtlinien BG-PA Parkhausrinne

  1. Die nachstehenden Einbaurichtlinien und Einbaubeispiele sind für Standardanwendungen vorgesehen und den örtlichen Gegebenheiten von planender Seite anzupassen. Die in Fachkreisen allgemein bekannten technischen Regelwerke und Richtlinien sind zu berücksichtigen.

  2. Der Einbau hat gemäß dem Einbaubeispiel zu erfolgen:

    1. Es muss eine Aussparung oder eine Verankerung auf der Deckenschalung lt. Einbaubeispiel vorgesehen werden.

    2. Bei Verwendung von Überschubmuffen mit Anker müssen die Bohrungen für die Montageverankerung gemäß den Einbaubeispielen vermessen und gebohrt werden.

    3. Die Überschubmuffen müssen im Abstand von max. 2000 mm und bei jedem Stoß am Unterbau befestigt werden. Die Befestigung (Schraube, Dübel, Anker, ………) muss eingedichtet werden!

    4. Bei Verwendung von Überschubmuffen ohne Anker, werden die Rinnenelemente punktuell bei jedem Stoß mit einem Montagekleber einjustiert und befestigt.

    5. Um beim Rinnenstrang Dichtheit zu erzielen, empfehlen wir die Stöße dicht zu verschweißen oder ein Dichtmittelsystem zu verwenden bevor der Verguss eingebracht wird.

    6. Anwendung vom Dichtmittelsystem:

      1. Bauteile im Stoßbereich mit einem feinen Schleifvlies anschleifen
      2. Bauteile im Stoßbereich mit Reinigungsmittel reinigen
      3. Voranstrich auftragen
      4. Verkleben und Abdichten; beim Versetzen der Rinne muss jede Rinne mit der Überschubmuffe verklebt werden, der Stoß wird erst nach dem Einbringen der Vergussmasse abgedichtet.
      *HINWEIS:
      Wir empfehlen Produkte von SIKA, wie z.B. Cleaner-205, Primer-3 N und Sikaflex-Tank!
      Bitte beachten Sie die Anwendungsanleitung und Garantiebedingungen des Herstellers!

    7. Bauzeitabdeckung: Während der Bauzeit muss ein passgenaues Schalungsbrett anstatt des Rostes zur Aussteifung und zum Schutz vor Verschmutzung der Rinne eingelegt werden. Die Bauzeitabdeckung darf erst entfernt werden, wenn die Vergussmasse ausgehärtet ist. Nach Entfernen der Bauzeitabdeckung empfehlen wir die Rinne zu reinigen.

    8. Einbringen der Vergussmasse: Es muss darauf geachtet werden, dass die Vergussmasse vollflächig und blasenfrei die Außenkontur der Rinne umhüllt. Die Rinne muss 100%-ig satt aufliegen. Sollte dies nicht der Fall sein kann sich der Rinnenkörper verformen.

  3. Die Abläufe der Rinnenstränge sollten durch einen Deckendurchbruch, der mit einem Mantel-Futterrohr als Aussparung in die Decke eingebaut wird, abgeleitet werden. Der Innen-Durchmesser dieser Rohrdurchführung als Deckendurchbruch sollte mind. 125 mm bis max. 140 mm betragen. Der Ablaufstutzen der Parkhausrinnen hat einen Außendurchmesser von 102 mm im Standard. Die Länge der Ablaufstutzen sollte so gewählt werden, dass dieser mind. 50 mm unter der Decke übersteht!

  4. Zwischen der Parkhausrinne und dem Fahrbahnanschluss empfehlen wir eine Wartungsfuge herzustellen. Die Wartungsfuge sollte mit einer elastischen Dichtungsmasse abgedichtet werden.

  5. Alle angrenzenden Belagsoberflächen sollten dauerhaft ca. 3 - 5 mm höher als die Oberfläche der Abdeckung verlaufen, damit die Abdeckungen der Rinne bei Schneeräumung, Reinigungsarbeiten oder sonstiger Nutzung nicht beschädigt bzw. entriegelt werden!

  6. Die Abdeckungen müssen passgenau auf die Länge der Rinnenstränge eingebaut oder zugeschnitten werden. Nur durch ein genaues aneinander legen der Abdeckungen kann ein Längsverschub vermieden werden.

  7. Die Verschraubung der Abdeckung darf nur mit einem Drehmomentschlüssel mit 8 Nm angezogen werden. Bei Überziehen der Schrauben können sich Haltebügel und Halteklammern verformen.

  8. Die Verschraubung jeder Abdeckung muss regelmäßig kontrolliert werden.

  9. Allgemeines:

    1. In Bereichen wo verstärkt chemische Angriffe (z.B. Taumittel, Säuren, Laugen usw.) zu erwarten sind, empfehlen wir BG-PA Parkhausrinnen aus hochwertigem Edelstahl (z. B. 1.4571 – V4A) einzubauen.

    2. Reinigungs- und Wartungsarbeiten: Wir empfehlen die Rinne je nach Erfordernis zu reinigen, um Ablagerungen von Taumitteln, Säuren, Laugen oder sonstigen chemischen Stoffen zu entfernen.

    3. Eine allg. Richtlinie in der Produktion und in der Verarbeitung bildet auch die EN 1433.

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